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Dieses Thema hat 5 Antworten
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 Allgemeines BlaBla
convulsive_flesh_machine Offline




Beiträge: 2.982

25.01.2007 18:56
Muslime kritisieren Serie "24" antworten
eine meiner absoluten lieblingsserien wird momentan in amerika (start der 6. Staffel) heiß diskutiert:


aus einem online fanmagazin, plus n24:

"Die aktuelle sechste Staffel der beliebten Action-Serie beginnt mit einer Serie von islamistischen Selbstmord-Attentaten auf amerikanischem Boden, die mit der Zündung einer kleineren Atombombe ihren vorläufigen Höhepunkt findet. Was der "24"-Sender Fox als "ganz im Sinne des Heimatschutzes" verstanden wissen will, empfanden viele Amerikaner als Tabu-Bruch.

Nährboden für Vorurteile

Jetzt beschwert sich laut der britischen Nachrichten-Site "BBC News" auch der amerikanisch-islamische Gemeinderat über die wiederholte Darstellung von Terrorismus in Verbindung mit dem Islam. Dies fördere nur anti-muslimische Vorurteile.
Auch in diesem Fall verteidigt der Sender sein Programm. Man hätte keine ethnische oder religiöse Gruppe speziell bei der Auswahl der Charaktere zu Bösewichten erklärt. Es gehe in der Serie um den Kampf gegen Terrorismus, und jedes dargestellte Individuum, jede Familie oder Gruppe, die in die dargestellte Gewalt involviert ist, sei nicht als typisch zu verstehen.

Ethnische Bandbreite an Bösewichten

In den vergangenen Staffeln seien sowohl britische Geschäftsleute, Russen, Deutsche, Osteuropäer und sogar ein weißer amerikanischer Präsident in verschiedene Terrorakte verwickelt gewesen, so der Sender weiter.
"Mir ist durchaus klar, dass es sich um eine mehrdimensionale Serie handelt, die Extrem-Situationen zum Thema hat", sagte Sireen Sawaf vom muslimischen Gemeinderat in Los Angeles. Aber besonders, wenn in der Serie von Regierungsmitgliedern anti-islamische Aussagen gemacht würden, könnte das sowohl bei der Bevölkerung als auch bei der Regierung ein falsches Bild in den Köpfen entstehen lassen.

Wenig Vertrauen in die Mitmenschen

"Die überwiegende Reaktion auf solche Bilder ist Angst und Hass gegenüber Moslems", meint Sawafs Kollegin Rabiah Ahmed. Nachdem sie die Sendung gesehen habe, hätte sie Angst gehabt, zum Einkaufen zu gehen, weil sie sich nicht hätte sicher sein können, ob die anderen Leute in der Lage wären, zwischen Fiktion und Realität zu unterscheiden.

Der amerikanisch-muslimische Rat hat sich bereits vor zwei Jahren über den Inhalt der Serie beschwert. Damals sendete Fox ein Statement des Hauptdarstellers Kiefer Sutherland, der die Zuschauer dazu aufrief, das dargestellte Bild muslimischer Terroristen nicht zu verallgemeinern. (N24.de, nz)
"

TaaneMoana Offline




Beiträge: 1.267

25.01.2007 21:48
Muslime kritisieren Serie "24" antworten
schwieriges thema. ich denke es ist falsch, jetzt sofort zu sagen, warum regen die sich auf, es stimmt doch. ich kenne die serie nicht, aber ich denke schon, dass es eine (allgemeine) tendenz gibt, eher islamisten in die terrorecke zu schieben. klar, ist sicherlich auch nicht völlig unbegründet, aber bei fox wäre ich vorsichtig, die sind doch extrem konservativ und quasi bush-sender, oder?

indigo Offline

Besucher

Beiträge: 843

25.01.2007 22:42
Muslime kritisieren Serie "24" antworten
die sollen sich mal nicht so aufregen...

convulsive_flesh_machine Offline




Beiträge: 2.982

26.01.2007 10:39
Muslime kritisieren Serie "24" antworten
aus wirtschaftlicher sicht ist es die beste werbung für die serie.
ich kenne die serie sehr gut und ich finde NICHT, dass sie muselmänner eindimensional darstellt. aus aktualitätsgründen, werden solche themen natürlich aufgegriffen. viel negativer kommen übrigens hochrangige amerikanische politiker weg. die serie polemisiert grundsätzlich, ob moralisch, politisch oder ethnisch. die polemik ist aber keine propaganda. das scheinen einige kritiker nicht wahrhaben zu wollen.

convulsive_flesh_machine Offline




Beiträge: 2.982

19.02.2007 11:27
Muslime kritisieren Serie "24" antworten
ein neuer versuch, die geniale serie "24" in diesem forum zu promoten, u.a. ein artikel aus der Welt:


"Menschenrechtsorganisationen und Militär zeigen sich besorgt wegen Darstellung von Folter in 24.

Die Presse ist seit Tagen voll davon. Es ging sogar schon soweit, dass Howard Gordon eine Pressemitteilung herausgab, mit dem Hinweis, dass sie sowieso planen, das Thema Folter in der Serie zurückzuschrauben. Nicht, weil es Beschwerden gab, sondern weil Folter mittlerweile zu einem zu einfachen Weg der Informationsbeschaffung geworden ist. Sie wollen versuchen vielseitigere und interessantere Wege zu finden als diese doch sehr plumpe Methode.

Die Welt hat nun auch einen Artikel zu bieten, der wesentlich besser geschrieben ist, als so viele andere.
Neue Folter-Vorwürfe gegen Jack Bauer
Kiefer Sutherland als Agent in der Serie "24" ist nicht zimperlich, wenn es um Geständnisse geht. In den USA ist jetzt erneut eine Diskussion um Foltermethoden im Fernsehen entbrannt. Die Grenzen des Rechtsstaates sind nicht die Grenzen von Jack Bauer.

Von Gerti Schön

Jack Bauer, der knallharte und doch so sensible Anti-Terroragent des TV-Dramas „24“, gibt sich in der Regel nicht zimperlich: Böse Buben werden dort gedrosselt und geprügelt, und man setzt sie Elektroschocks und anderen Foltermethoden aus, um Informationen aus ihnen herauszuholen, die einen Terrorplot verhindern könnten. Bauer, gespielt von Kiefer Sutherland, sagt mehr als einmal zu einem der Verfolgten: „Du wirst mir sagen, was ich wissen will – die Fage ist nur, wie sehr es weh tun wird“.

Bauers Methoden sind, sechs Jahre nach dem Launch der Serie im US-Fernsehen, in der amerikanischen Presse in Verruf geraten: zu brutal seien sie, heißt es, zu offensichtlich würden rechtliche Vorgaben aufs Spiel gesetzt. Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation „Human Rights First“ sind in den USA nach dem 11. September 2001 die Anzahl der TV-Serien, in denen Folter dargestellt wird, sprunghaft gestiegen. Konnte man im Jahr 2000 lediglich 42 Folterszenen in der Primetime sehen, waren es drei Jahre später 228. " Normalerweise waren es meistens die Schurken, die folterten, heutzutage sind es oft die Helden", beklagt die Organisation. Der Parents' Television Council hatin den ersten fünf Staffeln von '24' allein 67 Folterszenen ausgemacht, mehr als in jeder anderen Serie."

Selbst das amerikanische Militär mischt sich in die Diskussion mit ein und einige stellen sich auf die Seite der Warner. Gary Solis, ein pensionierter Marinecolonel, lehrt an der Militärakademie Westpoint und hat dort einschlägige Erfahrungen gesammelt. „Wenn man darüber diskutiert, was Folter ist, dann sagen einige Kadetten: 'Was immer nötig ist, wenn es das Leben von Amerikanern rettet. Jack Bauer schiesst diesen Typen ins Bein, und er bekommt sofort was er haben will'“, berichtet er. „Dann muss ich sie daran erinnern, dass sie ihr professionelles Leben nicht nach einer Fernsehshow ausrichten können“. Andere weisen darauf hin, dass „24“ auf der ganzen Welt, wie etwa in Deutschland, Japan, Australien und Südamerika gesehen werden kann, was dem ohnehin ramponierten Image der USA weiteren Schaden hinzufügen könnte.

Der Ruf nach mehr Verantwortung hat in Hollywood Ärger ausgelöst. „Es gab keine einzige Foltersequenz, von der Jack Bauer nicht in irgendeiner Weise negativ beeinflusst worden ist“, rechtfertigte sich zum Beispiel Kiefer Sutherland, der sich selbst als liberal definiert, in einem Fernsehinterview. Andere halten die Warnungen für lächerlich. „Wenn Amerika sich Sorgen um seinen internationalen Ruf macht, dann sollten wir woanders anfangen“, glaubt Robert Thompson, Professor für TV- und Popkultur an der Syracuse University. ",24' ist das geringste Problem, wenn es darum geht, unsere Beziehungen zu anderen Ländern zu verbessern“.

Auch bei „Human Rights First“ ist man sich den Folgen der Aktion bewusst. „Wir möchten niemanden zensieren“, sagt Jill Savitt, Direktorin der Non-Profit-Organisation. „Natürlich würden wir Hollywood niemals vorschreiben, was sie zu tun haben, aber wir würden sie gern darüber informieren, wie legale Verhörmethoden aussehen. Und wenn sie das zum Nachdenken bringt, ist das gut“. Am liebsten würde sie es sehen, wenn Kiefer Sutherland selbst nach Westpoint kommen würde, um sich dort über die rechtlichen Grenzen bei Verhören zu informieren. Bei ihm könnte sie vielleicht sogar einen Erfolg landen. Zu seiner Haltung über den Folterskandal von Abu Ghraib befragt, gab er zu Protokoll, diese Methoden seien „absolut kriminell“, vor allem für ein Land, in dem „Freiheit und Demokratie als Lebensstil promoted werden“.

Weniger Skrupel hat indes der Produzent und Mitbegründer der Serie „24“, Joel Surnow, die in den USA auf dem Fox Network läuft, das zum Imperium des konservativen Medienunternehmers Rupert Murdoch gehört. „Ich glaube nicht, dass eine Fernsehsendung das Verhalten eines Erwachsenen verändern kann“, sagt Surnow. „Wenn '24' nach so einem Standard bemessen werden soll, dann muss das auch für andere gelten“. Surnow, dem gute Kontakte ins Weisse Haus nachgesagt werden, bezeichnet sich selbst als „rechtsgerichteter Verrückter“ und seine erfolgreiche Unterhaltungsreihe als „patriotisch“. Sein Lieblingsaufkleber am Auto ist der Spruch „Krieg hat noch nie ein Problem gelöst, ausser der Sklaverei, Faschismus, Nazitum und Kommunismus“.

Seine politischen Präferenzen bringt er seit diesem Sonntag auch in anderer Form unters Volk: Der Comedy News-Show „The half hour News Hour“, die auf Fox News läuft. Die Sendung soll eine Marktlücke füllen, in der man sich über eher liberale Positionen wie die Warnungen vor der globalen Erderwärmung oder den Medienzirkus um Barak Obama lustig macht.

Quelle: Die Welt"





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