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Dieses Thema hat 36 Antworten
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 Allgemeines BlaBla
Seiten 1 | 2
convulsive_flesh_machine Offline




Beiträge: 2.982

04.03.2007 19:52
oomph antworten
um nochmal auf die entwicklung zurück zu kommen. das ist glaube ich kein guter ansatz zur begriffsbestimmung von kunst. denn entwicklung umfasst sowohl fort- als auch rückschritt oder wertfreier ausgedrückt, jede veränderung vom gegenwärtigen, ist eine entwicklung. entwicklung bringt uns hier nicht weiter.

ah! scheiß kunst. sie liegt am ende doch nur im auge des betrachters. genauso sieht's mit der ethik aus. bla bla.





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TaaneMoana Offline




Beiträge: 1.267

18.03.2007 18:39
oomph antworten
ausgangspunkt war folgendes zitat (angelehnt an die rechtssprchung): Dabei wird heute von der Rechtsprechung und der Rechtswissenschaft ein "offener" Kunstbegriff vertreten. Kunst ist also nicht nur in den überkommenen Formen wie Literatur, Malerei, Musik etc. existent, sondern ist gekennzeichnet durch einen subjektiven schöpferischen Prozess, dessen Ergebnis vielfältige Interpretationsmöglichkeiten zulässt. Verständlicher: Kunst ist das, was der Künstler als Kunst bezeichnet und worüber andere streiten, ob es Kunst ist.

bezogen auf den letzten satz lässt sich festhalten: kunst ist ein weiter begriff. es ist zum einen kunst, was durch den künslter als kunst bezeichnet wird UND worüber gestritten wird, ob es kunst ist. das heißt für mich, es reicht bereits aus, dass es durch den künslter so bezeichnet wird. punkt! egal ob darüber gestritten wird oder nicht. wenn nicht darüber gestritten wird, ist es "sowieso" als kunst anzusehen (siehe meinen zweiten punkt), wenn darüber gestritten wird, dann auch, egal ob es michelangelo oder sonstwas ist.
zur tautologie: es ist nur dann eine tautologie, wenn der künstler es als kunst bezeichnet. dass muss aber doch nicht der fall sein. wenn jemand ein bild malt und es ausstellt, muss er ja nicht zwangsläufig sagen, so, dass ist jetzt kunst, sondern kann das anderen überlassen.
TaaneMoana Offline




Beiträge: 1.267

18.03.2007 18:41
oomph antworten
Zitat -
indigo schrieb am 10.02.2007 11:50:<BR><BR>
um nochmal auf die entwicklung zurück zu kommen. das ist glaube ich kein guter ansatz zur begriffsbestimmung von kunst. denn entwicklung umfasst sowohl fort- als auch rückschritt oder wertfreier ausgedrückt, jede veränderung vom gegenwärtigen, ist eine entwicklung. entwicklung bringt uns hier nicht weiter.

ah! scheiß kunst. sie liegt am ende doch nur im auge des betrachters. genauso sieht's mit der ethik aus. bla bla.










das sehe ich anders! wer sagt denn, dass immer nur eine weiterentwiclung (verbesserung) kunst ist? und: wer beurteilt, was für eine art von entwicklung es ist. der eine findet die neue platte von oomph einen schritt nach vorne, der andere zwei schritte zurück!
convulsive_flesh_machine Offline




Beiträge: 2.982

18.03.2007 18:44
oomph antworten
"weiterentwicklung" soll wertfrei bleiben. deshalb streiche deine "verbesserung", taane!

mein posting sollte ja gerade den punkt, dass "entwicklung" kein gutes kriterium für die bestimmung von kunst ist hervorheben. insofern d'accord.





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convulsive_flesh_machine Offline




Beiträge: 2.982

18.03.2007 19:19
oomph antworten
irgendwie wird's nicht klarer. ich will's ja verstehen.

der reihe nach:

"Kunst ist also nicht nur in den überkommenen Formen wie Literatur, Malerei, Musik etc. existent, sondern ist gekennzeichnet durch einen subjektiven schöpferischen Prozess, dessen Ergebnis vielfältige Interpretationsmöglichkeiten zulässt."
------- da stimme ich dir zu.


"Verständlicher: Kunst ist das, was der Künstler als Kunst bezeichnet und worüber andere streiten, ob es Kunst ist."
------- das macht den o.g. satz weder "verständlicher", noch ist es eine zusammenfassung oder eine schlussfolgerung aus ihm. es ist ein neuer inhalt. vielleicht habe ich auch irgendetwas überlesen.


"es ist zum einen kunst, was durch den künslter als kunst bezeichnet wird UND worüber gestritten wird, ob es kunst ist. das heißt für mich, es reicht bereits aus, dass es durch den künslter so bezeichnet wird. punkt! egal ob darüber gestritten wird oder nicht."
------- ist das nicht ein widerspruch? müsste "UND" nicht durch "oder" ersetzt werden, wenn man den zweiten teil liest?


wenn ich dein posting richtig lese, gibt es denn überhaupt ein kriterium, warum der kunstverständige etwas als kunst oder als unkunst bezeichnet? oder ist es reine willkür? denn nach deiner definition scheint mir der künstler, der etwas als kunst bezeichnet, die authorität zu sein, die dem diskurs, ob etwas kunst ist oder nicht, übergeordnet ist. oder?





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TaaneMoana Offline




Beiträge: 1.267

23.03.2007 20:35
oomph antworten
irgendwie wird's nicht klarer. ich will's ja verstehen.

der reihe nach:

"Kunst ist also nicht nur in den überkommenen Formen wie Literatur, Malerei, Musik etc. existent, sondern ist gekennzeichnet durch einen subjektiven schöpferischen Prozess, dessen Ergebnis vielfältige Interpretationsmöglichkeiten zulässt."
------- da stimme ich dir zu.
schön!

"Verständlicher: Kunst ist das, was der Künstler als Kunst bezeichnet und worüber andere streiten, ob es Kunst ist."
------- das macht den o.g. satz weder "verständlicher", noch ist es eine zusammenfassung oder eine schlussfolgerung aus ihm. es ist ein neuer inhalt. vielleicht habe ich auch irgendetwas überlesen.


"es ist zum einen kunst, was durch den künslter als kunst bezeichnet wird UND worüber gestritten wird, ob es kunst ist. das heißt für mich, es reicht bereits aus, dass es durch den künslter so bezeichnet wird. punkt! egal ob darüber gestritten wird oder nicht."
------- ist das nicht ein widerspruch? müsste "UND" nicht durch "oder" ersetzt werden, wenn man den zweiten teil liest?
möglicherweise. was ist aber mit dem fall, in dem der künstler sein werk nicht explizit als kunst bezeichnet?


wenn ich dein posting richtig lese, gibt es denn überhaupt ein kriterium, warum der kunstverständige etwas als kunst oder als unkunst bezeichnet? oder ist es reine willkür? denn nach deiner definition scheint mir der künstler, der etwas als kunst bezeichnet, die authorität zu sein, die dem diskurs, ob etwas kunst ist oder nicht, übergeordnet ist. oder?
so könnte man das sagen. das liegt sicherlich daran, dass ich mich dem kunstbegriff juristisch zu nähern versucht habe, was, zumindest nach unserem grundgesetz, eine sehr weite definition zulässt.
convulsive_flesh_machine Offline




Beiträge: 2.982

24.03.2007 13:19
oomph antworten
aus den einzelnen fachdisziplinen, an solche probleme heranzugehen, finde ich gut.

aber auch aus juristischer sicht scheint es, darauf reduziert werden zu können, dass kunst im auge des betrachters liegt. es gilt nur:

"Kunst ist also nicht nur in den überkommenen Formen wie Literatur, Malerei, Musik etc. existent, sondern ist gekennzeichnet durch einen subjektiven schöpferischen Prozess, dessen Ergebnis vielfältige Interpretationsmöglichkeiten zulässt."

damit sind wir bei meiner anfangs erwähnten definition, dass kunst im grunde jede menschliche hervorbringung/schöpfung ist (im gegensatz zur natur). dagegen wehre ich mich aber wenn ich mir volksmusik oder (achtung polemik) oomph vor augen führe.





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TaaneMoana Offline




Beiträge: 1.267

25.03.2007 12:40
oomph antworten
lieber so als eine zu enge definition. denn: warum ist eine weite definiton schlecht? warum musst du dich dagegen wehren?
convulsive_flesh_machine Offline




Beiträge: 2.982

25.03.2007 14:03
oomph antworten
die "definition" ist zwar allgemein (was ich grundsätzlich schonmal gut finde) aber sie ist willkürlich. weil sie sich auf (subjektive) wahrnehmung und deren (subjektive) bewertung bezieht. im grunde haben wir kein allgemeingültiges kriterium, das es erlaubt, kunst (als menschliches produkt verstanden) von nichtkunst zu unterscheiden.

kunst hat in meinem sprachgebrauch einen höheren stellenwert (zumindest glaube ich das).





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TaaneMoana Offline




Beiträge: 1.267

01.04.2007 20:28
oomph antworten
die "definition" ist zwar allgemein (was ich grundsätzlich schonmal gut finde) aber sie ist willkürlich. weil sie sich auf (subjektive) wahrnehmung und deren (subjektive) bewertung bezieht. im grunde haben wir kein allgemeingültiges kriterium, das es erlaubt, kunst (als menschliches produkt verstanden) von nichtkunst zu unterscheiden.

das kann man wohl so stehenlassen.


kunst hat in meinem sprachgebrauch einen höheren stellenwert (zumindest glaube ich das).

einen höheren stellenwert als was?
convulsive_flesh_machine Offline




Beiträge: 2.982

05.04.2007 18:48
oomph antworten
"höher" war nicht abwertend gemeint. stimmt, das kann man falsch verstehen. "höher" im sinne von "enger".





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